Video von Ärzte ohne Grenzen nominiert für die Auszeichnung des „besten Dokumentarfilms im Internet“ auf dem internationalen Festival des Fotojournalismus in Perpignan
2. September 2009
Eine Multimedia-Dokumentation von Ärzte ohne Grenzen ist in die Vorauswahl für die Auszeichnung des „besten Dokumentarfilms für das Internet“ auf dem internationalen Festival des Fotojournalismus in Perpignan Visa pour l’image - 2009 gekommen.
Im Laufe des vergangenen Jahres legte Lage: Dramatisch Zeugnis ab über die Auswirkungen des Krieges auf die Menschen, die in den Provinzen Haut- und Bas-Uélé sowie Nord- und Süd-Kivu im Osten des Kongo leben. Mit der Hilfe von Multimedia-Tools trägt Ärzte ohne Grenzen die Geschichten der kongolesischen Menschen, ihres täglichen Lebens und ihres Überlebenskampfes in die breite Öffentlichkeit.
Für die Menschen, die im Osten des Kongo leben, ist der Krieg nicht vorbei. Gewalt, Vertreibung, Plünderungen, Entführungen, mangelnder Zugang zu medizinischer Hilfe und extreme Unsicherheit prägen weiterhin das Leben der Männer, Frauen und Kinder in dieser Region.
Im November 2009 wird Lage: Dramatisch eine Kampagne starten, die die physischen und seelischen Wunden verdeutlicht, die der Krieg den Menschen im Osten des Kongo zufügt, sowie den Kampf der Menschen darum, ihre schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten.
Ärzte ohne Grenzen arbeitet seit 1992 im Osten der Demokratischen Republik Kongo und bringt überlebenswichtige medizinische Hilfe in Gegenden, in denen die humanitäre Lage für Hunderttausende Menschen kritisch bleibt. Unsere medizinischen Teams führen Notoperationen durch, behandeln Verletzungen wie Schusswunden oder Verbrennungen und bringen mit mobilen Kliniken die Hilfe zu den Menschen, die in sicherere, entlegenere Gegenden geflohen sind. Zudem bieten die Teams medizinische Versorgung in Krankenhäusern und Gesundheitszentren an, reagieren auf Epidemien wie Cholera, versorgen Überlebende sexueller Gewalt und unterstützen die von ihren Erlebnissen traumatisierten Menschen psychologisch.
Der Preis ging an den Internet-Dokumentarfilm “Le corps incarcéré“ / Kollektivarbeit von Le Monde Interactif.










