Dossier Wunden
24. November 2009
Ärzte ohne Grenzen veröffentlichte „Lage dramatisch“ vor einem Jahr. Dort erzählen Menschen ihre Überlebensgeschichten aus dem Osten Kongos. Sie leben inmitten eines gewalttätigen Konflikts, der bereits seit mehr als einem Jahrzehnt andauert.
Während der vergangenen 12 Monate veröffentlichten wir diese Geschichten auf „Lage dramatisch“ als Webfilme, Fotografien und Augenzeugenberichte. Tausende Besucher aus aller Welt haben sie sich angesehen. Sie haben zugehört, gelesen und geantwortet.
Jetzt wurde auf der Website das letzte Dossier mit dem Titel „Wunden“ veröffentlicht – eine Einladung an die ganze Welt, erneut Zeugen des Leids der kongolesischen Bevölkerung zu werden und Nachrichten der Solidarität und der Unterstützung für die betroffenen Menschen zu hinterlassen.
Der Konflikt hält an. Die Menschen im Osten der Demokratischen Republik Kongo werden weiterhin angegriffen, ausgeraubt und vergewaltigt. Sie müssen fliehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Sie verlieren weiterhin ihre Angehörigen, viele sterben selbst. Sie erleiden immer mehr innere und äußere Wunden.
Ärzte ohne Grenzen leistet weiterhin medizinische und humanitäre Hilfe für die Menschen im Osten Kongos. Die Organisation wird weiter nach neuen Wegen suchen, die schreckliche Realität, der ihre Teams dort gegenüberstehen, an die Öffentlichkeit zu bringen.
„Lage dramatisch“ wird auch später als Archiv weiterbestehen. Wir bitten Sie dringend, sich die Website anzuschauen und anderen weiterzuerzählen, was sie dort erfahren haben.










